'Floating Point'



Klanginstallation, 2005, 3.6 x 3.6 H: 3.7m
Kalottenlautsprecher, Kupferlackdraht, 10 Kanal Audio, Softwareprogrammierung: Wolfgang Musil


484 Lautsprecher hängen mit ihrer Membran nach oben, dicht an dicht bilden sie eine schwebende horizontale Ebene. Klänge wandern von Lautsprecher zu Lautsprecher und vermitteln den Eindruck von fließender Bewegung. Die Klänge werden ihrer Statik enthoben. Die akustische Form bleibt offen. Diese hängt vom Zeitpunkt ab, und ist nur im Moment wahrnehmbar. Es gibt keine Wiederholung.

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Kommentar von Michael Saup, Februar 2006

Floating Point

Ich kenne die Arbeit von Clara Oppel schon sehr lange und schätze sie besonders. "floating-point" ist eine weiterführung ihrer bisherigen auseinandersetzung mit Komposition, Skulptur, Permutation und Raum. Die Klarheit des Aufbaus überrascht und überzeugt mich bei Clara immer wieder. Durch die Hängung der Lautsprecher und die mehrkanalige Bespielung wirkt "floating-point" zart und fragil. Das durch die magnetspulen erzeugte Schwingungsverhalten der Installation erinnert an Gravitationswellen und führt meine Gedanken zu dem Punkt, an dem mir klar wird, daß das, was von uns bleiben wird, Wellen sind. Wellen, die sich im Kosmos ausbreiten. Floating Point.